Tierrechtspartei und bekannte KünstlerInnen reichen Bürgerinitiative zur Verbesserung der tierschutzgesetzlichen Situation der Schweine in Österreich im Parlament ein
2010-02-04
Gemeinsam mit BürgerInnen und Prominenten fordern wir Aus für Kastenstände, Vollspaltenböden und qualvolle narkosefreie Ferkelkastration sowie Erhöhung des Platzangebots
Die TIERRECHTSPARTEI Mensch-Umwelt-Tierschutz – die auch bei den Wien-Wahlen im Oktober kandidieren wird - reicht dieser Tage über 3500 Unterstützungsunterschriften für eine parlamentarische Bürgerinitiative betreffend die Verbesserung der tierschutzgesetzlichen Situation der Schweine in Österreich im Parlament ein. Heute fand die offizielle Pressekonferenz aus Anlass des Einreichens der Unterstützungsunterschriften statt. An der Pressekonferenz nahmen auch die prominenten KünstlerInnen Manfred Deix, Schauspielerin Krista Stadler, Opernsängerin Renate Holm und Kammersänger Heinz Holecek teil, die alle die Bürgerinitiative persönlich unterstützen.
„Die Situation der Schweine in unserem Land kann man nur als katastrophal bezeichnen und bedeutet einen immensen Handlungsbedarf der Politik!“, kommentiert der Obmann der Tierrechtspartei Ralph Chaloupek. Jährlich werden rund 5,5 Millionen Schweine in Österreich gemästet und geschlachtet. Davon leben rund 85% auf Vollspaltenböden, fast 99% ohne jegliche Stroheinstreu und 72% der „Zuchtsauen“ ununterbrochen im tierquälerischen Kastenstand. Nur etwa ein halbes Promille (!) der Schweine sieht in seinem Leben jemals eine Weide.
Der Nationalrat wird vom Initiator und Erstunterzeichner der Bürgerinitiative, Ralph Chaloupek, Obmann der TIERRECHTSPARTEI, und allen MitunterzeichnerInnen der Petition ersucht, ein fundiertes Konzept für artgerechte Schweinehaltung auszuarbeiten und darin insbesondere für folgende Reformen einzutreten:
> Verbot von Kastenständen
> Verbot von Vollspaltenböden
> Verpflichtung von Stroh-Einstreu
> Erhöhung des Platzangebotes (das Platzangebot ist mit z.B. 0,7m² für ein 110 kg Schwein viel zu niedrig)
> Verbot von schmerzhaften chirurgischen Eingriffen ohne Narkose und postoperative Schmerzbehandlung im Bereich der Kastration, Schwanzkupieren, Zähne abschleifen u.ä. - so sind heute etwa betäubungslose Kastrationen von Ferkeln die Regel!
> Erstellung eines umfassenden Stufenplans zum schrittweisen Ausstieg aus der tierquälerischen Schweine-Intensivtierhaltung
„Die starke Teilnahme der BürgerInnen an unserer Bürgerinitiative beweist, dass das Thema den ÖsterreicherInnen unter den Nägeln brennt. Der Nationalrat ist nun aufgerufen und nicht nur politisch, sondern auch moralisch verpflichtet, sich mit dem so wichtigen Thema auseinander zu setzen und Gesetzesreformen im Sinne humaner Bedingungen in der Schweinehaltung zu verabschieden.“, kommentiert TRP-Obmann Ralph Chaloupek.
Und weiter: "Vielen herzlichen Dank an alle BürgerInnen und TierfreundInnen, die dazu beigetragen haben, die zahlreichen Unterstützungsunterschriften für unser gemeinsames Anliegen zu Gunsten der Schweine und ihres Schutzes zu sammeln! Nur gemeinsam und mit vereinten Kräften und Anstrengungen wird es uns möglich sein, etwas im Sinne der Nutztiere in unserem Land zu bewegen. Die Parlamentarische Bürgerinitiative Schweine war ein wichtiger Schritt in diese Richtung."
Einen Bericht über die Pressekonferenz (inkl. kleiner aber sehenswerter Videoausschnitt mit Deix und Co) ist auch nachzulesen unter anderem auf vienna.at: http://www.vienna.at/news/wien/artikel/skandaloese-zustaende-bei-schweinehaltung/cn/news-20100204-05385716
Der Videoausschnitt unter http://video.vienna.at/video/45840/skandalose-zustande-bei-schweinehaltung
Vollständige Forderungen der Parlamentarischen Bürgerinitiative Schweine unter
http://www.abitec.at/cms/trp.nsf/0/3DDBDAD470868B5CC1257639002D1704?OpenDocument

