TIERRECHTSPARTEI unterstützt friedliche StudentInnenproteste und ruft zu Verhandlungen auf

2009-11-12

Studentenproteste

Seit ihrem Beginn vor einigen Wochen haben die Proteste der Studierenden - inzwischen auch schon unterstützt von Teilen des Lehrkörpers - für ein großes, längst überfälliges Revival, eine Wiederbelebung und Dynamisierung der Universitäts- und Bildungsdebatte gesorgt. Die TIERRECHTSPARTEI Mensch-Umwelt-Tierschutz solidarisiert sich mit den friedlichen, gewaltfreien StudentInnenprotesten und schließt sich dem Ruf nach einer umfassenden Reform der österreichischen Universitäten an.

Universitäre, studentische (Aus)Bildung muss wieder einen höheren Stellenwert erhalten, der über den einer reinen Kaderschmiede für Wirtschaft, Industrie und Berufsleben weit hinausgeht. Selbstbewusste, selbstständig denkende, kritische junge Menschen sollen nicht nur am Beginn, sondern vor allem auch am Ende einer akademischen Ausbildungs-Laufbahn stehen.

Eine vertiefende, zeitgemäß-humanistische, aber auch die vielfältigen und komplexen sozialen und ökologischen Notwendigkeiten unserer Zeit reflektierende Bildung vermag dazu beizutragen, dass jedeR Einzelne an der aktiven Mit- und Weitergestaltung der Gesellschaft in allen ihren Facetten teilhaben kann.

Speziell unterstützen wir die Forderung, die finanziellen Mittel für Universitäten und damit auch für die StudentInnen wesentlich zu erhöhen.

Insbesondere ist auch die gnadenlose Tendenz zur Ökonomisierung hintan zu halten, die nach vielen anderen Lebensbereichen längst auch das Bildungssystem und die Universitäten erfasst hat. Der Stellenwert der Bildung muss wieder gehoben, letztere von ihrer verhängnisvoll überzogenen Einbettung in ökonomische Verwertungszusammenhänge befreit werden.

„VertreterInnen der Studierenden und der Bundesregierung sollten sich jetzt in intensive Verhandlungen begeben, in denen sich beide Seiten aufeinander zu bewegen müssen, um zu einem annehmbaren Ergebnis zu gelangen. Die verhärteten Fronten sollten aufgegeben werden.

Weder ein Einzementieren im unhaltbaren Status Quo, noch realitätsferne Bildungsutopien ohne Bezug zu ökonomischen Kapazitäten und monetären Spielräumen sind jetzt angezeigt. Diskussion und Gespräch sind das Gebot der Stunde.“, plädiert der Obmann der TIERRECHTSPARTEI Ralph Chaloupek für Dialog.

Die TIERRECHTSPARTEI Mensch-Umwelt-Tierschutz ist ein innovativer Zusammenschluss engagierter AktivistInnen aus dem Menschenrechts-, Umwelt- und Tierschutzbereich, der Versuch einer modernen „Grass-Roots-Partei“, deren ProponentInnen die Zeichen der Zeit erkannt haben und die zahlreichen ökologischen und sozialen Probleme aktiv-engagiert anpacken wollen.

Die TRP will beitragen zu einem Paradigmenwechsel in unserer Gesellschaft, vor allem auch im Hinblick auf eine ökologisch-soziale System-Transformation. Der Neoliberalismus als vorherrschendes Leitprinzip der letzten Dekaden muss durch die konstruktiven Kräfte der Zivilgesellschaft abgelöst und in seine Schranken gewiesen werden.

Unser zentrales Anliegen ist eine breite gesamtgesellschaftliche Bewegung, die weit reichende soziale, ökologische und gesellschaftspolitische Reformen anstrebt, insbesondere auch ein grundlegendes Umdenken im Umgang mit Tieren.

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