Löwenhund Babu rettet Frau vor Todes-Tsunami

2011-03-28

Kleines altes Hündchen bringt alte Dame auf Hügel in Sicherheit

Die 83jährige Tami Akanuma aus Miyako, einer Stadt im Nordosten Japans, ist sich sicher, dass ihr Hund „Babu“ ihr bei der Katastrophe am 11-März das Leben gerettet hat. Unmittelbar nach dem Erdbeben drängte das sonst altersbedingt eher gemächliche 12jährige Shih-Tzu Hündchen energisch zur Türe und lief einen völlig ungewohnten Weg hügelaufwärts. Seine betagte Besitzerin, Frau Akanuma, folgte ihm langsam, worauf Babu sie weiter drängte und erst nach circa einem Kilometer Wegstrecke halt machen ließ.

Kurze Zeit später war der Weg, den die beiden bergauf gegangen waren, im unteren Bereich vom Tsunami überschwemmt und das rund 200 Meter von der Küste entfernte Heim von Tami Akanuma und „Löwenhund“ Babu von den Wassermassen fortgerissen. Wie tausende andere JapanerInnen wäre die alte Dame mit ihrem Hund höchstwahrscheinlich ein Opfer der Monsterwelle geworden, hätte sie der kleine alte Babu nicht so geistesgegenwärtig in Sicherheit gebracht.

Bereits im 7. Jahrhundert soll es Hunde dieser Art in den Klöstern Tibets gegeben haben, dessen Name – ins Deutsche übersetzt Löwenhund - daher rührt, dass der Shih Tzu einem kleinen Löwen ähnelt.

Die kleingewachsenen Hunde zeichnet ihr besonders gutes Gehör aus, sie wurden von den buddhistischen Mönchen zur Tempelbewachung eingesetzt, weil sie Gefahren wesentlich früher hörten als andere Hunde. Außerdem durften die „Minilöwen“ mit den langen seidigen Haaren im Tempel herumlaufen, während die anderen Wach- und Hütehunde den menschlichen Tempelbewohnern zu groß waren.

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